Zum Inhalt springen
Lehrerin am Schreibtisch prüft die Kostenfaktoren ihrer privaten Krankenversicherung mit Beihilfe

Ratgeber · Kostenmechanik für Lehrer

Was kostet die private Krankenversicherung für Lehrer?

Für Lehrerinnen und Lehrer ist die private Krankenversicherung meist günstiger als erwartet – weil der Dienstherr über die Beihilfe einen großen Teil der Kosten trägt und nur die verbleibende Restkostenquote privat abzusichern ist. Wir erklären die Beitrags-Mechanik: welche vier Faktoren den Beitrag bestimmen, warum sich kein Pauschalpreis nennen lässt und wie Beihilfesatz und Leistungslinie zusammenwirken.

Aktualisiert 21. Juli 2026 · Lesezeit 8 Min.

Kurz beantwortet

Was kostet die private Krankenversicherung für Lehrer?

Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung wird für jeden Lehrer individuell kalkuliert und hängt von vier Faktoren ab: Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beihilfesatz und gewählter Leistungslinie – einen Pauschalpreis gibt es deshalb nicht. Weil der Dienstherr über die Beihilfe den größeren Teil trägt, ist privat nur eine Restkostenquote von rund 30 bis 50 Prozent abzusichern. Ihren persönlichen Beitrag ermitteln wir im Bedarfscheck anhand Ihres Beihilfesatzes und einer Gesundheitsvorprüfung.

Beispiele in Euro

Was kostet die PKV für Lehrkräfte konkret?

Zur Einordnung: Ein verbeamteter Lehrer (A 13, Erfahrungsstufe 7, NRW, kinderlos) zahlt 2026 als freiwillig gesetzlich Versicherter rund 1.190 Euro im Monat allein – beihilfekonforme Restkostentarife decken dagegen nur die Restkostenquote von meist 50 Prozent ab. Was Ihr Tarif kostet, hängt an Eintrittsalter, Gesundheit und Leistungslinie.

Ob 30, 40 oder 50 – je früher der Eintritt, desto günstiger die Kalkulation. Die folgenden Beispiele zeigen, was Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen 2026 auf der gesetzlichen Seite tatsächlich zahlen würden und wie die Beihilfe die privat zu versichernde Restkostenquote verkleinert.

Tabelle

Was Lehrkräfte 2026 rechnen müssen – drei Beispiele (NRW)

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung gegenüber beihilfekonformem Restkostentarif – drei Lehrkraft-Beispiele in Nordrhein-Westfalen 2026
BeispielBeihilfesatzFreiwillige GKV (voller Beitrag, selbst zu tragen*)Beihilfekonformer Restkostentarif
Referendarin, 26 (Anwärterbezüge A 13: 1.793,28 €)50 %≈ 380 €/Monat (21,1 %, kinderlos)Anwärter-Sondertarife – Kosten im Referendariat
Lehrer, 35 (A 13 St. 7: 5.656,44 €)50 %≈ 1.190 €/Monat (21,1 %, kinderlos)dreistellig – Eintrittsalter, Gesundheit und Leistungslinie entscheiden; konkret im Bedarfscheck
Lehrerin, 45, 2 Kinder (A 13 St. 10: 6.091,47 € → BBG-Kappung 5.812,50 €)70 %≈ 1.180 €/Monat (20,25 %: Pflege 3,35 % – Elternabschlag)nur 30 Prozent Restkostenquote → spürbar niedriger

Zum Vergleich seitlich wischen →

*Ohne pauschale Beihilfe; in Ländern mit pauschaler Beihilfe (u. a. Berlin, Brandenburg) beteiligt sich der Dienstherr auf Antrag am GKV-Beitrag – unwiderruflich: pauschale Beihilfe nach Bundesland.

Rechenweg (Methodik)

Besoldungs- und Anwärtertabelle NRW (gültig ab 01.04.2026, vom Landtag am 15.07.2026 beschlossen, LBV) × GKV-Sätze 2026: ermäßigter Beitragssatz 14,0 Prozent (§ 243 SGB V – Beamtinnen und Beamte ohne Krankengeldanspruch) plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 Prozent (kassenindividuell) plus Pflegeversicherung 3,6 Prozent (4,2 Prozent kinderlos ab 23; minus 0,25 Punkte je Kind ab dem zweiten bis fünften Kind unter 25 → 3,35 Prozent bei zwei Kindern, § 55 SGB XI). Beitragsbemessungsgrenze 5.812,50 Euro im Monat. Private Beiträge sind tarifindividuell – ohne Tarifstand nennen wir bewusst keine Centbeträge. Stand 07/2026.

Der maximal mögliche GKV-Beitrag – bis zu rund 1.261 Euro – gilt für den allgemeinen Beitragssatz mit Krankengeldanspruch; die Rechnung dazu steht auf der Seite private Krankenversicherung für verbeamtete Lehrer. Hier rechnen wir mit dem ermäßigten Satz, der für Beihilfeberechtigte ohne Krankengeldanspruch besoldungsbezogen gilt.

Mit 35

Was kostet die PKV mit 35?

Mit 35 Jahren zahlt eine Lehrkraft der Besoldungsgruppe A 13 auf der gesetzlichen Seite rund 1.190 Euro im Monat (siehe Tabelle) – der beihilfekonforme Restkostentarif deckt dagegen nur die halbe Restkostenquote und fällt entsprechend niedriger aus; die genaue Höhe hängt an Eintrittsalter, Gesundheit und gewählter Leistungslinie.

Für den privaten Beitrag gilt: Je früher der Eintritt, desto günstiger die Kalkulation. Der Grund sind die Alterungsrückstellungen – Rücklagen, die der Versicherer in jungen Jahren für das Alter bildet. Wer mit 35 statt mit 45 einsteigt, sichert sich eine niedrigere Kalkulationsgrundlage über die gesamte Laufzeit. Ihren konkreten Beitrag ermitteln wir im Bedarfscheck.

Beihilfesatz

Beihilfesätze und weitere Faktoren im Überblick

Der Beihilfesatz ist der stärkste Kostenhebel: Er bestimmt, wie groß die privat zu versichernde Restkostenquote überhaupt ist.

Beihilfebemessungssätze des Bundes (Referenz) nach Personengruppe
PersonengruppeBeihilfesatz (Bund)
Aktive Beamtin / aktiver Beamter50 %
Mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern70 %
Ehe- oder Lebenspartner (innerhalb der Einkommensgrenze)70 %
Berücksichtigungsfähige Kinder80 %
Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger (Ruhestand)70 %

Bund-Referenz (§ 46 BBhV); Lehrkräfte sind Landesbeamte – Ihr Land kann abweichen: Beihilfe nach Bundesland. Höherer Satz bedeutet kleinere Restkostenquote und damit niedrigeren Beitrag.

  • Ruhestand: Der Beihilfesatz steigt in der Regel auf 70 Prozent, die private Restkostenquote sinkt auf rund 30 Prozent – wie sich das auf den Beitrag auswirkt, zeigt PKV im Ruhestand.
  • Angestellte Lehrkräfte ohne Beihilfe: In die private Krankenversicherung wechseln kann nur, wer mit dem Bruttoentgelt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro (2026) liegt – hier ist der Arbeitgeberzuschuss der Hebel: PKV für angestellte Lehrer.
  • Vorerkrankungen: Über die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherung ist die Aufnahme ohne Leistungsausschlüsse und mit höchstens 30 Prozent Zuschlag möglich – innerhalb von sechs Monaten ab der erstmaligen Verbeamtung: Details für verbeamtete Lehrer.
  • GKV oder PKV? Den grundsätzlichen Systemvergleich samt Fristen führt PKV oder GKV für Lehrer.

Für wen

Für wen diese Seite ist

Dieser Ratgeber richtet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer, die verstehen möchten, wie sich der Beitrag zur privaten Krankenversicherung zusammensetzt und wovon seine Höhe abhängt.

  • Verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer

    Sie sind beihilfeberechtigt und möchten wissen, warum die private Restkostenversicherung mit Beihilfe anders kalkuliert wird als eine Vollversicherung – und welche Faktoren den Beitrag bewegen.

  • Referendarinnen und Referendare vor Dienstantritt

    Sie stehen am Anfang der Laufbahn und wollen die Kostenlogik verstehen, bevor Sie sich für einen Weg entscheiden. Für die Anwärterzeit gelten zusätzlich besondere Konditionen.

  • Lehrer, die GKV und PKV vergleichen

    Sie stellen den Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung dem beihilfekonformen PKV-Beitrag gegenüber und möchten die Rechenlogik hinter beiden Wegen kennen.

  • Angestellte Lehrer ohne Beihilfeanspruch

    Ohne Beihilfe gilt eine andere Rechenlogik: Hier ist der Arbeitgeberzuschuss der entscheidende Hebel. Sie erfahren, warum sich Ihr Beitrag anders zusammensetzt als bei verbeamteten Kolleginnen und Kollegen.

Worum es geht

Diese Risiken sollten Sie kennen

Beim Thema Kosten entstehen bei Lehrern immer wieder dieselben Fehleinschätzungen. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie vergleichen.

Vergleich mit dem vollen PKV-Beitrag statt der Restkostenquote

Wer rechnet, vergleicht oft mit dem Beitrag, den ein Selbstständiger für eine Vollversicherung zahlt. Das führt in die Irre: Beihilfeberechtigte versichern nur die Restkosten. Trägt die Beihilfe 50 Prozent, wird auch nur die verbleibende Quote privat abgesichert – die Kalkulationsbasis ist eine ganz andere.

Ein Pauschalpreis wird erwartet

Anders als bei einem Handytarif gibt es in der privaten Krankenversicherung keinen einheitlichen Listenpreis. Wer eine feste Monatszahl erwartet, wird enttäuscht: Der Beitrag wird für jede Person individuell aus vier Faktoren kalkuliert und lässt sich erst nach der Vorprüfung seriös beziffern.

Wirkung des Beihilfesatzes wird unterschätzt

Der Beihilfesatz ist der stärkste Kostenhebel. Er entscheidet, wie groß die privat zu versichernde Restkostenquote überhaupt ist – in den meisten Ländern rund 30 bis 50 Prozent. Wer den eigenen Bemessungssatz nicht kennt, kann den Beitrag nicht einordnen.

So läuft es ab

Ihr Weg in wenigen Schritten

So kommen Sie von der offenen Frage „Was kostet das?“ zu einer belastbaren Zahl für Ihre Situation – ohne Vorfestlegung.

  1. Bedarfscheck starten

    Sie geben Ihren Status und Ihr Bundesland an. So kennen wir Ihren Beihilfesatz, denn er bestimmt, welche Restkostenquote überhaupt privat abzusichern ist.

  2. Restkostenquote bestimmen

    Aus dem Beihilfesatz ergibt sich der privat zu versichernde Anteil. Trägt die Beihilfe 50 Prozent, bleibt eine entsprechend kleine Restkostenquote – die Kalkulationsbasis für Ihren Beitrag.

  3. Leistungslinie wählen

    Sie entscheiden, wie umfangreich der Restkostenschutz sein soll – von einer Grundlinie (S) über eine mittlere Absicherung (M) bis zu einer umfassenden Linie (L). Jede Stufe wirkt auf den Beitrag.

  4. Gesundheitszustand prüfen

    Wir gehen die Gesundheitsfragen mit Ihnen durch. Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag führen; bei Bedarf ist vorab eine anonyme Risikovoranfrage möglich.

  5. Persönlichen Beitrag ermitteln

    Auf dieser Grundlage – Beihilfesatz, Leistungslinie, Alter und Gesundheitszustand – erhalten Sie einen konkreten, für Sie gültigen Beitrag. Erst jetzt ist eine belastbare Zahl möglich.

Entscheidungshilfe

Situation, Bedeutung und Handlung

Wovon Ihr Beitrag konkret abhängt, ordnet diese Übersicht ein. Sie zeigt, welcher Faktor die Kosten in welche Richtung bewegt (Rechtsstand 2026, Details je nach Dienstherr und Landesrecht).

Entscheidungshilfe — Situation, was das bedeutet und welche Handlung sich empfiehlt
SituationWas das bedeutetHandlung
Sie steigen früh in die private Krankenversicherung einDer Versicherer kalkuliert für jüngere Versicherte über die gesamte Laufzeit. Ein früher Einstieg – etwa im Referendariat oder direkt nach der Verbeamtung – wirkt sich auf den Beitrag günstig aus, weil das eingetretene Alter dauerhaft die Kalkulationsgrundlage bildet.Den Einstieg nicht unnötig aufschieben und den Zeitpunkt im Bedarfscheck mit Blick auf Ihre Laufbahn planen.
Ihr Beihilfesatz ist höher (z. B. mit berücksichtigungsfähigen Kindern)Je höher der Beihilfesatz, desto kleiner die privat zu versichernde Restkostenquote. Für Kinder gilt beihilferechtlich ein eigener, in der Regel höherer Bemessungssatz.Familiensituation im Bedarfscheck angeben, damit die Restkostenquote und der Beitrag auf Ihren tatsächlichen Bemessungssatz abgestellt werden.
Sie wählen eine höhere Leistungslinie (M oder L)Zusatzbausteine wie Ein- oder Zweibettzimmer, Heilpraktikerleistungen oder ein höherwertiger Zahnbaustein erhöhen den Beitrag, weil mehr Leistungen abgesichert sind.Leistungen nach Bedarf priorisieren. Wir zeigen, welche Linie in Ihrer Situation sinnvoll ist und wie sie sich auf den Beitrag auswirkt.
Sie haben eine VorerkrankungDie private Krankenversicherung stellt Gesundheitsfragen. Eine Vorerkrankung kann zu einem Beitragszuschlag oder einer Nachfrage führen.Vor dem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage stellen, um die Einschätzung des Versicherers zu kennen, bevor ein formeller Antrag läuft.
Sie sind angestellter Lehrer ohne BeihilfeanspruchOhne Beihilfe gibt es keine Restkostenquote – abzusichern ist der volle Aufwand. Dafür trägt der Arbeitgeber bei Versicherungspflichtgrenze einen Zuschuss zum PKV-Beitrag, was die Rechenlogik verschiebt.Beitrag und Arbeitgeberzuschuss gemeinsam betrachten. Wir rechnen den Weg für angestellte Lehrer gesondert durch.

Zum Vergleich seitlich wischen →

Was kostet Sie die PKV? Bedarfscheck in 15 Minuten – Ihren konkreten Beitrag berechnen wir danach, unverbindlich.

Bedarfscheck starten

Die vier Faktoren, die den Beitrag bestimmen

In der privaten Krankenversicherung gibt es keinen einheitlichen Listenpreis. Der Beitrag wird für jede Person individuell kalkuliert. Vier Faktoren bestimmen ihn: das Eintrittsalter, der Gesundheitszustand, der Beihilfesatz und die gewählte Leistungslinie.

Das Eintrittsalter fließt ein, weil der Versicherer für jüngere Versicherte über die gesamte Laufzeit kalkuliert – ein früher Einstieg wirkt sich günstig aus. Der Gesundheitszustand wird über die Gesundheitsprüfung erfasst; Vorerkrankungen können zu einem Zuschlag führen. Der Beihilfesatz entscheidet, wie groß die privat zu versichernde Restkostenquote überhaupt ist. Und die Leistungslinie legt fest, wofür Sie versichert sind – von einer Grundabsicherung bis zu einer umfassenden Linie.

Deshalb ist jede pauschale Beitragsangabe wenig aussagekräftig. Belastbar wird die Zahl erst, wenn diese vier Faktoren für Ihre Situation feststehen – genau das leistet der Bedarfscheck mit anschließender Vorprüfung.

  • Eintrittsalter: früher Einstieg wirkt günstig
  • Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können einen Zuschlag auslösen
  • Beihilfesatz: bestimmt die Größe der privat zu versichernden Restkostenquote
  • Leistungslinie: jede Stufe (S/M/L) wirkt auf den Beitrag

Wie der Beihilfesatz die Restkostenquote senkt

Der stärkste Kostenhebel für beihilfeberechtigte Lehrer ist der Beihilfesatz. Als Beamtin oder Beamter tragen Sie nicht die vollen Gesundheitskosten selbst: Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen festen Anteil der berücksichtigungsfähigen Kosten. Privat abzusichern ist nur die verbleibende Restkostenquote.

In den meisten Ländern liegt der Beihilfesatz für aktive Beamtinnen und Beamte bei 50 Prozent, sodass eine Restkostenquote von rund 50 Prozent privat zu versichern ist. Mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern steigt der Satz in vielen Ländern, wodurch die privat zu versichernde Quote auf rund 30 Prozent sinken kann. Je kleiner diese Restkostenquote, desto niedriger fällt der Beitrag aus – denn der Versicherer deckt eben nur diesen Anteil und nicht den vollen Aufwand einer Krankenvollversicherung.

Diese Mechanik erklärt, warum eine beihilfekonforme private Krankenversicherung für Lehrerinnen und Lehrer anders und in der Regel günstiger kalkuliert wird als eine Vollversicherung. Welcher Bemessungssatz für Sie gilt, hängt von Ihrem Bundesland, Ihrem Status und Ihrer Familiensituation ab.

  • Aktive Beamtinnen und Beamte: in den meisten Ländern 50 Prozent Beihilfe → rund 50 Prozent Restkostenquote privat
  • Mit berücksichtigungsfähigen Kindern: höherer Satz möglich → Restkostenquote teils rund 30 Prozent
  • Kleinere Restkostenquote bedeutet niedrigeren Beitrag – der Versicherer deckt nur diesen Anteil

Leistungslinien S, M und L – was der Umfang mit dem Beitrag macht

Die zweite Stellschraube nach dem Beihilfesatz ist der gewählte Leistungsumfang. Beihilfekonforme Restkostentarife werden meist in abgestuften Linien angeboten – von einer Grundlinie über eine mittlere bis zu einer umfassenden Ausbaustufe. Als Orientierung lassen sich diese Stufen als S, M und L beschreiben.

Eine Grundlinie (S) sichert die Regelversorgung beihilfekonform ab und ist entsprechend beitragsgünstig. Eine mittlere Linie (M) ergänzt typische Komfort- und Vorsorgeleistungen. Eine umfassende Linie (L) deckt zusätzlich Bausteine wie das Einbettzimmer, erweiterte Zahn- und Heilpraktikerleistungen ab. Jede zusätzliche Leistung erhöht den Beitrag, weil mehr abgesichert ist.

Es gibt keine für alle richtige Linie. Sinnvoll ist die Stufe, die Ihre wichtigen Leistungen abdeckt, ohne unnötig zu kosten. Im Bedarfscheck gleichen wir Ihre Prioritäten mit den verfügbaren Linien ab und ordnen ein, wie sich die Wahl auf den Beitrag auswirkt.

  • S – Grundlinie: beihilfekonforme Regelversorgung, beitragsgünstig
  • M – mittlere Linie: zusätzliche Komfort- und Vorsorgeleistungen
  • L – umfassende Linie: Einbettzimmer, erweiterte Zahn- und Heilpraktikerleistungen

Der Vergleich mit der gesetzlichen Krankenversicherung

Wer als Lehrer die private Absicherung mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleicht, sollte die gesetzlichen Rechengrößen 2026 kennen. In der GKV bemisst sich der Beitrag nach dem gesetzlichen Beitragssatz auf die beitragspflichtigen Einnahmen, höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für freiwillig versicherte Beamtinnen und Beamte ohne Krankengeldanspruch greift dabei der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent nach § 243 SGB V; hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der 2026 im Durchschnitt bei 2,9 Prozent liegt.

Auf diesen Krankenversicherungsbeitrag kommt die Pflegeversicherung: 3,6 Prozent mit Kind beziehungsweise unter 23 Jahren, 4,2 Prozent für Kinderlose ab 23 Jahren. Der entscheidende Punkt für verbeamtete Lehrer: Diesen gesamten Beitrag tragen Sie in der freiwilligen GKV allein – einen Arbeitgeberzuschuss wie bei Angestellten zahlt der Dienstherr nicht. Gleichzeitig bleibt Ihr Beihilfeanspruch, der die private Restkostenversicherung so günstig macht, ungenutzt.

In den meisten Ländern spricht die Rechnung deshalb für die beihilfekonforme PKV. Eine Ausnahme sind Länder mit pauschaler Beihilfe: Dort beteiligt sich der Dienstherr auch am Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, sodass der Verbleib in der Kasse sinnvoll sein kann. Welcher Weg für Sie günstiger ist, hängt von Ihrem Bundesland, Ihrer Familienplanung und Ihrem Gesundheitszustand ab.

  • Ermäßigter Beitragssatz 2026: 14,0 Prozent (ohne Krankengeldanspruch, § 243 SGB V)
  • Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2026: 2,9 Prozent (kassenindividuell abweichend)
  • Pflegeversicherung 2026: 3,6 Prozent mit Kind bzw. unter 23, 4,2 Prozent kinderlos ab 23
  • Kein Arbeitgeberzuschuss zur freiwilligen GKV für verbeamtete Lehrer – der Beitrag ist allein zu tragen

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine private Krankenversicherung für Lehrer?

Einen Pauschalpreis gibt es nicht – der Beitrag wird individuell aus Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beihilfesatz und Leistungslinie kalkuliert. Weil die Beihilfe meist 50 Prozent trägt, ist privat nur die Restkostenquote abzusichern. Zur Einordnung: Ein A-13-Lehrer in Nordrhein-Westfalen zahlt als freiwillig gesetzlich Versicherter rund 1.190 Euro im Monat; privat ist nur die Restkostenquote abzusichern. Den Beitrag ermitteln wir im Bedarfscheck.

Was kostet die PKV mit 35?

Mit 35 zahlt eine A-13-Lehrkraft in der freiwilligen gesetzlichen Kasse rund 1.190 Euro im Monat. Der beihilfekonforme Restkostentarif deckt nur die Restkostenquote von meist 50 Prozent und fällt entsprechend niedriger aus. Für den privaten Beitrag gilt: Je früher der Eintritt, desto günstiger die Alterungsrückstellungen. Den konkreten Beitrag ermitteln wir im Bedarfscheck.

Wovon hängt der Beitrag ab?

Von vier Faktoren: dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand, dem Beihilfesatz und der gewählten Leistungslinie. Ein früher Einstieg wirkt günstig, ein höherer Beihilfesatz verkleinert die privat zu versichernde Restkostenquote, Vorerkrankungen können einen Zuschlag auslösen, und jede höhere Leistungslinie (S, M oder L) erhöht den Beitrag, weil mehr abgesichert ist.

Warum senkt die Beihilfe den Beitrag so stark?

Weil beihilfeberechtigte Lehrer nicht die vollen Gesundheitskosten selbst tragen. Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen festen Anteil – in den meisten Ländern 50 Prozent, mit berücksichtigungsfähigen Kindern oft mehr. Privat abzusichern ist nur die verbleibende Restkostenquote von rund 30 bis 50 Prozent. Weil der Versicherer nur diesen Anteil deckt, fällt der Beitrag niedriger aus als bei einer Vollversicherung.

Was bedeuten die Leistungslinien S, M und L?

Sie beschreiben den Umfang des Restkostenschutzes. Eine Grundlinie (S) sichert die Regelversorgung beihilfekonform und günstig ab. Eine mittlere Linie (M) ergänzt Komfort- und Vorsorgeleistungen. Eine umfassende Linie (L) deckt zusätzlich Bausteine wie Einbettzimmer sowie erweiterte Zahn- und Heilpraktikerleistungen ab. Jede höhere Stufe wirkt auf den Beitrag. Welche Linie sinnvoll ist, hängt von Ihren persönlichen Prioritäten ab.

Ist die gesetzliche Krankenversicherung für Lehrer nicht billiger?

Für verbeamtete Lehrer meist nicht. In der freiwilligen gesetzlichen Kasse bemisst sich der Beitrag nach den gesetzlichen Sätzen auf die Bezüge – 2026 greift für Beamte ohne Krankengeldanspruch der ermäßigte Beitragssatz von 14,0 Prozent plus durchschnittlich 2,9 Prozent Zusatzbeitrag sowie die Pflegeversicherung. Diesen Beitrag tragen Sie allein, ohne Arbeitgeberzuschuss, und der Beihilfeanspruch bleibt ungenutzt. In Ländern mit pauschaler Beihilfe kann der Verbleib in der Kasse dennoch sinnvoll sein.

Ändert sich der Beitrag im Lauf der Zeit?

Der Beitrag wird beim Eintritt nach dem dann geltenden Alter kalkuliert und bildet diese Grundlage dauerhaft ab. Wie bei jeder privaten Krankenversicherung können sich Beiträge über die Jahre durch die allgemeine Kostenentwicklung im Gesundheitswesen verändern. Ändert sich Ihr Beihilfesatz – etwa durch berücksichtigungsfähige Kinder – wirkt sich das ebenfalls auf die zu versichernde Restkostenquote und damit auf den Beitrag aus.

Wie erfahre ich meinen konkreten Beitrag?

Über den kostenlosen Bedarfscheck. Sie geben Status und Bundesland an, wir bestimmen Ihren Beihilfesatz und die Restkostenquote, klären die gewünschte Leistungslinie und gehen die Gesundheitsfragen durch. Auf dieser Grundlage erhalten Sie einen für Sie gültigen Beitrag – unverbindlich.

Was kostet Sie die PKV?

Bedarfscheck in 15 Minuten – wir bestimmen Ihren Beihilfesatz und die Restkostenquote, Ihren konkreten Beitrag berechnen wir danach, unverbindlich.